Diese Tour ist etwas Wunderbares für den Sommer, denn es gibt ein paar Schotterbänke, an denen sich sehr schön picknicken lässt und wo man auch den einen oder anderen Sprung in den Fluss machen kann. 
 
Das Schöne an diesem Teil der Thaya ist außerdem, dass man ihr hier im Grenzbereich viele Schlingen gelassen, das Ufer ist auch nur zu einem Viertel mit Steinen befestigt. Das heißt, der Fluss gräbt sich noch immer in das Ufer, trägt das Erdreich ab und legt es  anderswo wieder an. Immer wieder werden dadurch Wurzeln ausgeschwemmt, die zugehörigen Bäume werden entwurzelt und landen im Wasser. Eine vielfältige Flusslandschaft entsteht so! Und dessen nicht genug: Derzeit werden gerade wieder ein paar ehemalige Mäanderschlingen an den Fluss angehängt. Und wir dürfen diese neuen Schlingen schon teilweise durchfahren.

Nachdem der verregnete Mai den geplanten Saisonstart am wilden Teil der tschechischen Thaya verunmöglicht hat, möchte ich die Tour gern nochmal anbieten.
 
Im Norden von Niederösterreich verlässt die Thaya nach dem Nationalpark Thayatal die Staatsgrenze in Richtung Tschechien, um nach Znojmo durch ein wunderschön naturbelassenes Flussbett zu fließen. Es ist schmäler und dynamischer als jenes der Thaya-Grenzstrecke im Osten zwischen Bernhardsthal und Hohenau. Anders als in den dortigen March-Thaya-Auen fehlt  hier der ausgedehnte Auwald, und auch viele seiner Bewohner. Dennoch handelt es sich für mitteleuropäische Verhältnisse um ein Juwel an bootstauglichen Flüssen. Und gerade im Sommer lädt der Fluss auch wunderbar zum Schwimmen ein.