Im Norden von Niederösterreich verlässt die Thaya nach dem Nationalpark Thayatal die Staatsgrenze in Richtung Tschechien. Nach dem Staudamm in Znojmo durchfließt sie zunächst die Vororte und Ausläufer von Znojmo, eine schöne Kulturlandschaft aus Gartenhäuschen und kleinen Gehöften, die dann langsam in eine immer mehr von der Natur bestimmte Landschaft übergehen, bis wir in der zweiten Hälfte eine wunderschöne Aulandschaft durchfahren, die teilweise auch an Granitwänden und Naturschutzgebieten vorbei verläuft. Wir starten in Znojmo (CZ) und fahren bis Krhovice (CZ).
Diese Tour ist etwas Wunderbares für den Sommer, denn es gibt ein paar Schotterbänke, an denen sich sehr schön picknicken lässt und wo man auch den einen oder anderen Sprung in den Fluss machen kann. 
 
Das Schöne an diesem Teil der Thaya ist außerdem, dass man ihr hier im Grenzbereich viele Schlingen gelassen, das Ufer ist auch nur zu einem Viertel mit Steinen befestigt. Das heißt, der Fluss gräbt sich noch immer in das Ufer, trägt das Erdreich ab und legt es  anderswo wieder an. Immer wieder werden dadurch Wurzeln ausgeschwemmt, die zugehörigen Bäume werden entwurzelt und landen im Wasser. Eine vielfältige Flusslandschaft entsteht so! Und dessen nicht genug: Derzeit werden gerade wieder ein paar ehemalige Mäanderschlingen an den Fluss angehängt. Und wir dürfen diese neuen Schlingen schon teilweise durchfahren.

Nachdem der verregnete Mai den geplanten Saisonstart am wilden Teil der tschechischen Thaya verunmöglicht hat, möchte ich die Tour gern nochmal anbieten.
 
Im Norden von Niederösterreich verlässt die Thaya nach dem Nationalpark Thayatal die Staatsgrenze in Richtung Tschechien, um nach Znojmo durch ein wunderschön naturbelassenes Flussbett zu fließen. Es ist schmäler und dynamischer als jenes der Thaya-Grenzstrecke im Osten zwischen Bernhardsthal und Hohenau. Anders als in den dortigen March-Thaya-Auen fehlt  hier der ausgedehnte Auwald, und auch viele seiner Bewohner. Dennoch handelt es sich für mitteleuropäische Verhältnisse um ein Juwel an bootstauglichen Flüssen. Und gerade im Sommer lädt der Fluss auch wunderbar zum Schwimmen ein.

Gleich bei Freigabe der March-Thaya-Auen für die Paddler - bis Mai genießen die Brutvögel Schutz - möchte ich euch auf ein Stück der March entführen, dass vor allem wegen des Naturreservates Marchegg und der auf slowakischer Seite liegenden Überschwemmungswiesen interessant ist. Damit kann ich euch auf dieser Tour mit genau den wesentlichen Qualitäten der March-Thaya-Auen in Berührung bringen, denn Auenwildnis und weitläufige Feuchtwiesen gibt es kaum mehr irgendwo bei uns in dieser Fülle.

Wir starten von Angern, oberhalb der Grenzfähre. Auf den ersten Kilometern können wir uns an das Kanufahren gewöhnen, ab Zwerndorf beginnt dann das Naturreservat, das uns - wenn wir nicht allzu laut sind - einige Vogelsichtungen bescheren sollte. Nicht nur die allseits bekannten Weißstörche werden wir sehen, auch Milane oder Seeadler können sich zeigen. Der eine oder andere Landausflug wird uns nähere Einblicke in die Gegend geben, und es wird immer wieder Pausen geben, wo ich euch über den Fluss, die Au, ihre Bewohner und allerhand interessante Naturschutzprojekte erzählen werde, und wo ihr auch die selbst mitgebrachte Jause essen könnt.